Der Geländeplan

Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über alle Ausstellungsbeiträge während der Landesgartenschau:

1 Audi AG

Audi AG
Audi präsentiert im Eingangsbereich der Landesgartenschau unterschiedliche Mobilitätsthemen. Hier können Besucher innovative Antriebskonzepte, neueste Technologien und vieles mehr hautnah erleben. Ein mobiler Ladecontainer (Audi e-tron power storage) mit wiederverwendeten Audi e-tron Batterien versorgt die gesamte Fläche und die Ladesäulen vor Ort. So wird die Ladeinfrastruktur flexibel verstärkt und eine konstant hohe Ladeleistung für die Elektrofahrzeuge sichergestellt. Im e-tron Ausstellungsraum, dem sogenannten Coodo, können interessierte Besucher den Audi e-tron besichtigen und erhalten weitere Informationen und Wissenswertes zur Mobilität von Morgen. Audi bietet an den 164 Gartenschautagen verschiedenste Aktionen rund um die Mobilität der Zukunft an.

2 Wir sind Pius

Stadtteiltreff Piusviertel | Jugendmigrationsdienst im Quartier | Kath. Pfarrei St. Pius | Ev. Kirchengemeinde St. Matthäus | Kirchengemeinde St. Johannes | Christoph-Kolumbus-Grundschule
Das Piusviertel ist das am dichtesten besiedelste Viertel der Stadt Ingolstadt und zeichnet sich durch eine urbane
Bebauung, eine vielschichtige Bevölkerung und einen über Jahrzehnte herausfordernden Wandel aus.
„Wir sind Pius!“ bringt durch aktive Teilnahme und Gestaltung von Projekten die Vielfalt, das Potential und die Spannung des Viertels zum Ausdruck – mit einer zentralen Frage: Wie sieht die Identität des Piusviertel aus?
Im Rahmen der Landesgartenschau 2020 nehmen verschiedenste Akteure des Piusviertels an der Bewirtschaftung und dem Veranstaltungsprogramm teil. „Wir sind Pius!“ präsentiert sich mit einem Fotoprojekt und eines identitätsstiftenden Logos auf 13 großen Fahnen, die Gesichter des Piusviertel in ihrer Vielfältigkeit zeigen und dem Projekt „Wunschbaum“.

3 Piussteg

Der Fußgängersteg wird als kontinuierlicher Durchlaufträger mit aufgespreizten Y-Stützen entwickelt. Die formale Sprache folgt dem Kontext des Landschaftskonzepts durch klar definierte Kanten und scharfkantige Querschnitte. Der Brückenkörper wird besonders schlank ausgeführt, was durch die kürzer gewählten Spannweiten ermöglicht wird, die vom Gartenschaugelände kommend kontinuierlich zunehmen. Dadurch ergibt sich die visuell stimmige Proportionalität zwischen Höhe und Spannweite. Die Brücke wird als lagerloses, integrales Bauwerk entworfen. Die aus der Längsverformung entstehende Zwangsbeanspruchung wird durch die hohe Nachgiebigkeit der schlanken Stützen gering gehalten. Durch das ausschließlich unter dem Brückendeck liegende Tragwerk und das transparente Seilnetzgeländer entstehen für den Nutzer ungestörte Sichtbeziehungen. Das auf die Brückenkonstruktion abgestimmte Beleuchtungskonzept sorgt bei Dunkelheit für die nötige Ausleuchtung auf sowie für die Akzentuierung der Struktur unterhalb der Brücke.

4 Parkterrasse

Die Parkterrasse ist Weg und Zentrum zugleich, verbindet funktional Bewegung und Ruhe und bündelt die Anforderungen, die die umgebenden Strukturen an den Freiraum stellen. Hier kommen die Bewegungen der einzelnen Stadträume, der engsten Verbindung zwischen bebauten Flächen, mit ihren explosionsartig, in die umliegenden Felder und Wiesen sprühenden Kristallen am stärksten zum Ausdruck. Am Reibungs- und Vernetzungspunkt zwischen den heterogenen baulichen Strukturen entlädt sich der Druck in die Breite und verteilt sich in die Längsachse des Grünraums.

5 Staudenkristalle

Die Parkterrasse, großzügig von Rasenflächen umgeben, erhält ihren ganz eigenen Charakter durch die explosionsartig in die Umgebung strebenden Staudenkristalle. Als verbindendes Element zwischen allen Kristallen dienen die widerkehrenden Leitstauden, welche den angrenzenden Räumen optische Tiefe verleihen. Die Staudenkonzeption ist für die dauerhaft entstandene Parkanlage konzipiert und beginnt bereits im Frühjahr mit üppigem Tulpenflor. Ein Meer von Gelb-, Orange-, Rot- und Blautönen der Stauden dominiert zwischen den üppigen wiegenden Gräsern, die besonders im Spätsommer und Herbst die Flächen prägen. Die warmen, erdfarbenen bis rötlichen Farbtöne der Gräser werden die im Herbst goldgelb, orange bis dunkelrot färbenden Parrotien (Eisenholz) in ihrer farbenfrohen Dominanz unterstützen. Ein Spiel der Farben, welches sich durch das gesamte Jahr zieht und durch die Großzügigkeit der Pflanzstrukturen immer wieder neue Effekte hervorbringt.

6 Terrassenkunst

Wechselnde künstlerische Installationen, auch mit Pflanzen, werden in und um die doppelstöckigen Container auf der Parkterrasse präsentiert. Die schattigen Ruhezonen mit Sitzmöglichkeiten bieten Platz zum Ausruhen. Die Containerinstallationen zeigen temporäre Gestaltungsmöglichkeiten für Zwischennutzungen im städtischen Raum sowie den spielerischen Umgang mit vorgefertigten Industrieprodukten. Das stetige Verändern, Ergänzen und Erneuern sind die Grundlagen dieses Projekts.

7 Stelen in den Staudenkristallen

An markanten landschaftlichen Orten, Verbindungswegen, Wegkreuzungen oder auch schicksalshaften historischen Plätzen finden sich seit jeher Wegekreuze, Flursteine, Gedenksteine, Bildstöcke oder wie man im süddeutschen Raum sagt „Marterl“. Als sichtbares Zeichen machen sie einen Ort oder eine Situation kenntlich und laden ein zum Verweilen, Nachdenken, Meditieren oder Beten und helfen bei der Orientierung. Schon immer war es auch Aufgabe von Steinmetzen und Bildhauern diese Zeichen zu gestalten und Sinn, Bedeutung und Geschichte darzustellen. Für die Gartenschau haben die regionalen Innungssteinmetze zum Thema Zeit 9 Stelen entworfen und realisiert. Diese Werkstücke könnte man als Gedenksteine im Sinne von Gedankensteinen bezeichnen. Unter dem Arbeitstitel Vielfalt in der Einheit / Einheit in der Vielfalt entstanden die „Marterl“, die allesamt aus heimischen Kalk- oder Dolomitstein gefertigt sind.

8 Geodätischer Referenzpunkt

Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Ingolstadt
GPS-Empfänger werden zum Beispiel als Navigationshilfe, zur Positionierung von Fotos und Videos, zur Ortung von Handys oder zum Geocaching eingesetzt. GPS- bzw. GNSS-Empfänger ermöglichen eine exakte Bestimmung unserer Position auf der Erdoberfläche. Die Bayerische Vermessungsverwaltung ermöglicht mit dem Referenzpunkt – bestimmt unter Verwendung des Satellitenpositionierungsdienstes der deutschen Landesvermessung SAPOS – kostenlos die Genauigkeit Ihres GPS-Empfängers vor Ort zu ermitteln. Hier wird er durch die gravierte Metallplatte mit den Koordinaten sowie einer Erläuterungstafel gekennzeichnet. Die Position der zentralen Markierung auf der Metallplatte ist im amtlichen Koordinatenreferenzsystem ETRS89 (DREF91) angegeben. Für Navigationsanwendungen mit GPS-Handgeräten können WGS84 und ETRS89 als identisch betrachtet werden.

9 Hochbeete vor der Blumenhalle

Hochbeete aus maßstäblich verkleinerten Seecontainern gliedern die Außenfläche vor der Blumenhalle. Bepflanzt mit immergrünen Pflanzen, wie Bambus und typischen Heckenpflanzen wie Hainbuchen, aber auch mit mediterranen Großgewächsen wie Bougainvillea bilden sie grüne oder bunte Pflanzenwände. Unterschiedliche Pflanzhöhen spielen mit dem Raum, eine abwechslungsreiche Unterpflanzung wechselt mit den Jahreszeiten. Der Raum wird durch die lineare Stellweise geordnet und kleinräumig erlebbar. Angenehme Plätze zum entspannten Verweilen für die Besucherinnen und Besucher.

10 Blumenhalle

Von Blumengeschichten des Frühlings bis zum Gartenschaufinale im herbstlichen Farbenrausch, regional aber auch exotisch, üppig bunt und elegant grün. Opulente Rosenfülle und reduzierte Objekte, wechselnde Kunstbeiträge an der Wand und im Raum. Traditionelles Kunsthandwerk und neue Formensprache.
Freuen Sie sich auf zwei bis vier spannende Umbautage zwischen den Blumenschauen – beim Themenwechsel können Sie den Kreativen über die Schulter schauen.

11 Kontrast: Natur in PINK trifft GRAU

Gärtnerei Ziereis GbR
Der Empfang, das Entree zur Gartenschau, will den Besucher direkt willkommen heißen und sagen: HIER startet das Eintauchen in eine andere Welt, in die Welt der Pflanzen-Farben-Fantasien. Wie dieses erste Beet bilden sich alle einjährigen Beete als schiefe Ebene ab, was dem Besucher eine völlig anders geartete Erlebbarkeit beschert. Die schrille Farbkomposition auf den Wechselflorflächen lenkt ab vom Hintergrund, der übermächtigen Westparkfassade. Im Frühjahr bestimmen Tulpen, Goldlack und Violen das Bild. Im Sommer finden Sie hier eine Kombination von schrillen Blütenfarben und -formen, vom Hibiskus bis zum Löwenmäulchen.

12 Landschaftssee

Als Ruhepunkt der bewegten, gestalteten Landschaft grenzt der See großflächig mit seinen klaren Außenkanten an das Spannungsfeld der Parkterrasse an. Die Wasserfläche fügt sich mit ihrer nördlichen Kante in die Parkterrasse ein und bringt das vielseitige Element Wasser an den Haupt-Aufenthaltspunkt des Parkgeländes. Hinsichtlich der Einbindung des Gewässers in die umgebende Parklandschaft sind verschiedene Varianten vorgesehen, die entsprechend der Ausrichtung und der geplanten Nutzung des Gewässerrandes variieren und die Zugänglichkeit und Erlebbarkeit des Sees steuern. So soll z. B. ein direkter Zugang zum Wasser in Form von Stufenanlagen, die terrassenartig mit hellen Betonflächen (Oberfläche Besenstrich) den Weg mit dem Wasser verknüpfen und einen großzügigen Aufenthaltsraum darstellen, am östlichen Ufer möglich sein. Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer gelangen barrierefrei über eine Rampe parallel zu den Stufen bis zum Wasser.

13 Kontrast: Blau trifft Grün

Gärtnerei Ziereis GbR
Der Blick über den See auf den Westparkkomplex ist die Vorlage für die Grundidee. Blau/Grün/linear im Wechsel: so ist die Wahrnehmung unserer Sinne, wenn wir am Haupteingang der Gartenschau über den Steg in das Gelände blicken. Bewusst artenarm ist diese Fläche gehalten, Fernwirkung und Farbfeld haben Priorität. Im Frühjahr spielen die unterschiedlichen Blautöne von Vergissmeinnicht und Stiefmütterchen, im Sommer gesellen sich Gräserflächen zu den verschiedenen Blautönen von Surphinia, Ageratum und anderen.

14 Wasserspielplatz

Im Wasserspielplatz differenzieren sich die Flächen nach Spielform, Funktion und Altersgruppenzuordnung. Südlich, direkt angrenzend an das bepflanzte Becken zur Wasserregeneration, zeigen sich die „Baumkronen“ des Wasserwalds als unterschiedliche Sprühwirbel und regnen auf die Besucher nieder. Wer den Verbindungsweg in Richtung Südosten benutzt, geht durch einen Wasser-Tunnel. Für Kleinkinder entsteht ein Areal mit Rinnen, Stauwehren und Wasserrädern, um den Weg des Wassers zu begleiten und zu beeinflussen, Bewegung und Energie zu erleben. Zentral im Wasserspielplatz bilden bewegliche Strahldüsen die Basis für ausgiebige Wasserschlachten. An Seilen können sich die Angreifer am Hang der östlichen Spielplatzseite hochziehen und die Sprühbastionen erobern. Die Spielflächen werden mit farbigem, wasserundurchlässigem EPDM-Belag befestigt. Ausnahme sind die Wege und Gliederungsbänder, die sich durch die Spiellandschaft ziehen. Der Spielplatz ist über den Weg am Wassertunnel barrierefrei erreichbar.

15 Zugang Westpark

Durch den neuen dauerhaften Ostzugang des Westparks wird das Landesgartenschaugelände und der Einkaufspark architektonisch hochwertig und langfristig miteinander verbunden.
Um einen gestalterischen Konsens zwischen der Treppen- / Aufzugsanlage und dem Gartenschaubereich zu erreichen, wurde eine sichtbare kristalline Form gewählt, die durch das integrierte Lichtdesign unterstützt wird. In Verbindung mit wiederkehrenden Gestaltungselementen und wenige Materialien entsteht so eine prägnante Formgebung. Die Konstruktion ruht weitgehend auf Stützen, um möglichst wenig in den bestehenden Landschaftsraum einzugreifen und die Flächenversiegelung zu minimieren.
Ziel ist es ein markantes, barrierefreies und verbindendes Stadtelement zu schaffen, dass auch nach der Landesgartenschau eine attraktive fußläufige Querverbindung zwischen den Funktionen Einkaufen und Erholen herstellt.

16 Wassergärten

Vom Süden her erschließt sich das Thema Wasser in Form von Wassergärten, die unterschiedliche Aspekte des Wassers durch Pflanzen, Tiere, Technik, Kunst und Spiel hervorbringen und nach Erfordernis auch die Reinigungsfunktion für den See übernehmen können. Eine parzellenartige Folge von thematisch und formal differenzierten Wasserflächen, die sich in kaskadenförmiger Staffelung oder durch Stege gegliedert vom Einspeisungspunkt in Richtung Norden reihen, bringt vielfältige Erlebbarkeit des Wassers.

17 Robinson’sche Blumenwiese

Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH
Basierend auf der Idee des irischen Gärtners William Robinson (1838-1935), zeigt die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt GmbH eine für hiesige klimatische Bedingungen modifizierte Robinson’sche Blumenwiese. Bei diesem Konzept geht es nicht nur darum, eine Blühwiese nach rein ökologischen Kriterien umzusetzen, vielmehr ist das Leitbild der Idee eine pflegeleichte und über einen langen Zeitraum blühende Wiese zu schaffen. Nach dem gärtnerischen Leitbild Robinsons werden zahlreiche Blumenzwiebeln gesteckt, konkurrenzschwache Wiesenpflanzen als Topfstauden gepflanzt und eine Mischung aus regionalen blühenden Wiesenkräutern ausgesät. Somit besteht eine Robinson’sche Blumenwiese aus sehr vielen verschiedenen Blühpflanzen.

18 Handbeschriftete Fahnen-Kalligrafie

Kunst-Werk im Klenzepark e.V.; Kalligrafie Gruppe
Kalligrafie-Schreiben begeistert und verbindet uns als Gruppe. Wir treffen uns regelmäßig. Für uns ist Kalligrafie mehr als schönes Schreiben. Durch das Befassen mit verschiedenen Schriften öffnen sich neue Wege. Beim Schreiben ist jeder ganz konzentriert, in sich ruhend, ganz bei sich. Es bereitet große Freude, Gedichte, Verse und Zitate künstlerisch in Form zu bringen. Die Umsetzung der Formen und Proportionen erfordert Ausdauer und Geduld. Unsere Idee, mit Pinsel auf einer großen Fläche Lyrik kalligrafisch zu gestalten ist für uns eine neue Herausforderung. Spannend war das Erlernen der „Karolingischen Minuskel“. Die beschriebenen Bahnen sollen, als Fahnen integriert zwischen Bäumen, die Besucher zum Staunen und Nachdenken bringen. Eine visuelle Meditation der Schreibspur als sichtbare Bewegung!

19 Schöpfungsgarten

Evangelische und Katholische Kirche Ingolstadt
Das ökumenische Projekt der christlichen Kirchen beschäftigt sich mit der Schöpfung und der Zerstörung unserer Natur durch den Menschen, aber auch mit der Widerstandskraft, die Gottes Schöpfung dem entgegenzusetzen hat. Neun unterschiedliche Beete wurden von Jugendlichen gemeinsam mit dem Künstler und der Gärtnerin gestaltet. Sie sollen anregen, die Schönheit und Vielfalt unserer Natur zu entdecken und zu erhalten.
1 Luthers Apfelbäumchen: Hoffnung; 2 Dürre: Unser Wasser; 3 Auspuffkreuz: Unsere Luft; 4 Telefonzelle: Gottes Zusage; 5 Plastikmüll: Unsere Gewässer; 6 Unter den Teppich gekehrt; 7 Franziskus: Mensch – Tier – Natur; 8 Zuagroaste Pflanzen: Integration; 9 Wie im Himmel: Duftpflanzen; 10 Kerbholz: Schulden machen; 11 Nutzpflanzen: Es reicht für alle

20 Friedhof

Stauden Haid | Tobias Pesl, Garten- und Landschaftsbau
Der Beitrag gliedert sich in zwei grundsätzlich verschiedene Gestaltungsvarianten, die ebenso unterschiedliche Haltung zum Tod und zur Grabpflege bewusst machen, in Architektonisch und Naturhaft.

20.1 Friedhof naturnah

Stauden Haid | Tobias Pesl, Garten- und Landschaftsbau
Der naturhafte Abschnitt ist geprägt von einer in sich geschlossenen Staudenpflanzung mit wildhaftem Charakter. Eine Vielfalt von Zwiebelpflanzen rundet dieses Bild ab.
Die Blütenfarben sind dezent und zurückhaltend. Jedoch im Zusammenspiel mit den einzelnen Texturen ergibt sich ganzjährig ein ansprechendes Erscheinungsbild, dem Lauf der Natur entsprechend.
Ohne Abgrenzung und Einfassung fügen sich die Grabsteine beinahe wie künstlerische Objekte völlig unaufgeregt in das Ganze ein.

20.2 Friedhof architektonisch

Stauden Haid | Tobias Pesl, Garten- und Landschaftsbau
Im architektonischen Teil unterliegen alle Felder einem regelmäßigen, rechteckigen Prinzip mit geraden Kanten.
Längsseits wird der Abschnitt gefasst von der Rutenhirse ‚Northwind‘ mit Tulpen und dem hohen weißen Lauch ‚Mount Everest‘.
Quer dominieren Streifen vom Reitgras ‚Karl Förster‘ mit Tulpen, Hyacinthen und ebendem hohen weißen Lauch.
Dazwischen wechseln Stauden und einhjähriger Flor in roten Tönen, Liebe und Zuneigung symbolisierend.

20.3 Stelen Garten als Kraftort

Rupert Fieger Steinmetzmeister und Bildhauer | Schubert KG | Lindner GmbH Steinmetz | Holzapfel & Zieglmaier GmbH & Co. KG

Zeit als physikalische Größe versetzt uns in die Lage unser Leben effektiv den Anforderungen einer diszipliniert wirtschaftenden Lebensrealität zu unterwerfen. Das subjektive Zeitempfinden – die Ausrichtung unserer Lebensgewohnheiten nach dem Tag-Nacht-Rhythmus, nach den Jahreszeiten oder dem Lebensabschnitt – tritt oft in den Hintergrund. Eines hat die Zeit als physikalische Größe mit dem subjektiven Zeitempfinden gemeinsam: sie kennt nur eine Richtung. Alles was hinter uns in der Vergangenheit liegt, ist nur durch die Erinnerung zu erreichen. Die „Marterl“ der regionalen Innungssteinmetze laden ein zum Verweilen, Nachdenken, Meditieren, Beten oder helfen bei der Orientierung wie die zahlreichen zum Teil historischen Wegekreuze, Flursteine, Gedenksteine und Bildstöcke draußen auf der Flur, in den Wäldern, auf Bergen und Plätzen in den Städten oder auch in privaten Gärten.

21 Wildbienenpfad

Aktionsbündnis Ingolstadt summt!
Wildbienen – die anderen Bienen:
Kaum einer kennt sie und ihre wichtigen Aufgaben in der Natur. Neben der uns allen bekannten Honigbiene leben
in Deutschland ungefähr 560 Wildbienenarten, die – unverzichtbar für uns Menschen – den größten Teil der Bestäubungsarbeit leisten. Einige davon stellen wir auf elf über das Gelände verteilten Tafeln vor. Diese Tafeln sind mit dem „Ingolstadt summt“-Bienchen gekennzeichnet. Sie stehen an Standorten, die einer oder mehreren Wildbienenarten einen geeigneten Lebensraum bieten und informieren über deren genauere Lebensumstände. Viele weitere Bienchen-Logos auf dem Gelände zeigen ebenfalls insektenfreundliche Strukturen an. Da sehr viele dieser Arten vom Aussterben bedroht sind, lohnt es sich, Bescheid zu wissen und mit einfachen Maßnahmen im eigenen Garten selbst etwas dagegen zu tun!

22 Ausgleichsfläche

Stadt Ingolstadt – Untere Naturschutzbehörde
Diese Ausgleichsfläche der Stadt Ingolstadt wurde im Zuge eines Bebauungsplans im Jahr 2004 angelegt. Eine Ausgleichsfläche ist ein rechtlich gesicherter Bestandteil eines Bauvorhabens, der nicht ohne weiteres verschoben, geändert oder beseitigt werden kann. Werden in der freien Landschaft Flächen versiegelt, ist es notwendig, an anderer Stelle wertvolle Bereiche für die Natur neu zu schaffen um naturnahe Lebensräume zu erhalten. Eine Ausgleichsfläche muss solange geschützt werden, wie der Eingriff besteht.
Diese 8.500 m² große Fläche mag mit ihrem dichten Buschwerk und den offenen Flächen auf den ersten Blick unscheinbar und ungepflegt wirken, doch ihre Wirksamkeit für die Natur wurde bestätigt: während der gesamten Bauphase konnte das Rebhuhn regelmäßig beobachtet werden. Durch die untere Naturschutzbehörde der Stadt Ingolstadt wurde sichergestellt, dass die Tiere nicht gestört werden und die Fläche nicht beeinträchtigt wird.

23 Kinder von heute – Blüte der Zukunft

Förderverein Waldorfschule Ingolstadt e.V.
Der Förderverein Waldorfschule Ingolstadt e.V. hat das Ziel, in der Region Ingolstadt eine Waldorfschule zu gründen. Dadurch wird die Vielfalt der Bildungslandschaft in der Region bereichert.
Unser Beitrag „Die Kinder von heute – die Blüte von morgen“ soll die Öffentlichkeit auf unsere Initiative aufmerksam machen und ist ein aktiver Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Die Blüte symbolisiert das Wachsen und Werden – das Aufblühen – der Kinder von heute zu den Erwachsenen von morgen: Der Samen von heute bringt die Früchte der Zukunft. Der Weg über den Barfußpfad zum Mittelpunkt der Blüte aus Mulch ist eine Einladung an die Besucher zum Verweilen und Beobachten.
Das Insektenhotel bildet in Einheit mit den Blütenpflanzen die Symbiose zwischen Leben und Ernährung und lädt die Besucher ebenfalls zur Beobachtung ein.

24 ClimateMove – Applied Sciences for Future

Hochschule Weihenstephan Triesdorf
Nachhaltig.Angewandt.Zukunftsorientiert
Wie wird das Stadtklima durch begrünte Wände und Dächer in Zukunft beeinflusst? In welcher Weise können wiedervernässte Moore gleichzeitig CO2-Speicher sein und nutzbarer Boden werden? Wie gelingt die Rückgewinnung der Biodiversität? Unter dem Motto der Gartenschau „Inspiration Natur“ wurde erstmalig ein Beitrag von Studierenden der HSWT geleistet: ClimateMove – Applied Sciences for Future. Studierende des Studiengangs Landschaftsbau- und Management haben in einem Studienprojekt sowohl die Planung als auch die Ausführung übernommen. Die Leitwörter dienen als Maßstab für die gesamte Abwicklung. In Zeiten der Klimadebatte wollen wir als Studierende ein Zeichen setzen und zum Nachdenken anregen. Die Bauweisen und Ansätze sollen praktische Lösungen bieten und inspirieren. Ein kleiner Teil einer komplexen Lösung, zu der die HSWT beiträgt.

25 OpenSpace Container

Der OpenSpace Container bietet eine Plattform für spannende Inspirationen, vielfältige Ideen oder kreative Innovationen.
Verschiedene Akteure setzen es sich zum Ziel, hinsichtlich eines nachhaltigeren Alltagslebens zu sensibilisieren. Mit einer wechselnden Besetzung entsteht eine Ideenplattform. Von offener Werkstatt bis hin zu digitalen Innovationen erwarten Sie Impulse aus verschiedensten Perspektiven. Erfahren Sie mehr über zukunftsweisende Aspekte wie Ressourcenbewusstheit, Interkulturalität, Regionalität, Inklusion, Handwerk und Partizipation. Lassen Sie sich von interaktiven Präsentationen in lockerer Atmosphäre begeistern. Als Akteure präsentieren sich unter anderem: 3D-Zentrum Kösching, Hollerhaus Ingolstadt, Integra Soziale Dienste gGmbH, Landesinnungsverband des bayerischen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks, Reparatur-Café, WechselWelten, StattTasche, Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH und pro familia e.V. Ingolstadt.

26 Farmbot

brigk Digitales Gründerzentrum IN GmbH
Digitalisierung begegnet uns an vielen Stellen im Alltag. Die heimischen Gärten sind davon bisher jedoch nahezu unberührt gewesen. Bis jetzt. Mit dem Farmbot wird der Begriff des smart farmings salonfähig. Auf Basis einer CNC-Portalanlage und einer eigenen Software ist es jetzt möglich den Gemüse- und Pflanzenanbau zu automatisieren und effizienter zu gestalten. Dabei werden einzelne Schritte des „Gärtnerns“ in einer Web-Anwendung definiert und von dort vollständig autark ausgeführt, unabhängig davon, ob es sich um das Sähen des Saatgutes handelt, das Gießen, das Vernichten von Unkraut oder auch das Dokumentieren des Pflanzenwachstums per Kamera. Als Community-Projekt des brigk Makerspace Ingolstadt gestartet, haben bis zu 25 Personen in unterschiedlichen Teams den Farmbot zusammengebaut, programmiert und immer weiter optimiert. Somit steht dem autonomen Gärtnern nichts mehr im Wege.

27 Bildung für eine lebenswerte Zukunft

Katholische Universität Eichstätt – Ingolstadt
Das Ringen um Nachhaltigkeit ist eine Aufgabe, die Ausdauer und ein Verständnis für langfristige Entwicklungen erfordert. Bildung ist dabei ein zentraler Schlüssel, um an folgende Generationen Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, damit sie in ihrem privaten und beruflichen Umfeld verantwortlich handeln können. Den Besucherinnen und Besuchern der Landesgartenschau will die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) an ihrem Stand Einblick in die Vielfalt geben, wie Bildung für eine lebenswerte Zukunft möglich ist. Die KU versteht sich bewusst als Universität, die nicht nur den Austausch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft sucht, sondern auch in die Gesellschaft hineinwirken will. Sie will ihre Erkenntnisse mit den Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik teilen, um so einen Beitrag für eine Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten.

28 Energie: autark / dezentral / nachhaltig

ModuleBlueE GmbH
Hier gibt es einen innovativen Beitrag zur Energiewende aus den Bereichen Photovoltaik, Wind und kompakter Speicher-ung zu entdecken. Ästhetisch hochwertige Photovoltaik-Module dienen als Fassadenverkleidung und erzeugen gleichzeitig Energie, ebenso wie die genehmigungsfrei aufstellbare und geräuscharme Kleinwindanlage. Gespeichert wird diese Energie in einem kompakten, nicht brennbaren Stromspeicher ohne Lithium und Kobalt, der zur direkten Energieversorgung der Landesgartenschau beiträgt. Nachhaltige Ideen für Besucherinnen und Besucher, die sich für erneuerbare Energien in ihrem Zuhause interessieren.

29 Technische Hochschule Ingolstadt

Technische Hochschule Ingolstadt-Mensch in Bewegung
Die Technische Hochschule Ingolstadt (THI) präsentiert im Rahmen ihres Auftritts auf der Landesgartenschau unter anderem das Wissenstransferprojekt „Mensch in Bewegung“, das für einen aktiven Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft steht. Verschiedene Veranstaltungsformate wie Vortragsreihen und Workshops greifen die Themen Klimawandel, nachhaltige Ernährung, künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit sowie Fragen zu Innovationen der Mobilität auf. Die Ausstellung zeigt die bereits erzielten Projektergebnisse von „Mensch in Bewegung“. Zwei mobile Labore ermöglichen den Besuchern in die Welt der innovativen Mobilität und des automatisierten Fahrens einzutauchen. Die Außenfläche des Pavillons lädt mit ihrem Lounge-Bereich dazu ein, sich auszutauschen und das Erlernte auf sich wirken zu lassen.

30 Stadt-Aussichten

Bund Naturschutz Kreisgruppe Ingolstadt
Der Beitrag des Bund Naturschutzes wird durch zwei Elemente geprägt: Ein Baustellencontainer mit Aussichtsplattform als Sinnbild für die rasante Stadtentwicklung und ein Weidenpavillon für die Natur in der Stadt, die wir erhalten und entwickeln wollen. Ob Auwald, Grünring, Stadtbäume oder der eigene Garten – für eine lebenswerte Stadt gilt es neue Wege zu gehen. Mit wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen spannen wir gemeinsam mit unterschiedlichen Akteuren den Bogen vom Ist-Zustand über das Ingolstadt von morgen bis hin zu den Utopien für die Zukunft. Wir möchten informieren und über unseren Umgang mit der Natur und Umwelt ins Gespräch kommen. Mit Ideen für mehr Grün zu Hause und Nachhaltigkeit im Alltag wollen wir inspirieren und gemeinsam aktiv werden.

31 Die Humusrevolution

Transition Town Ingolstadt /WechselWelten Gemeinschaftsgarten
Lebendige Erde, also Humus, ist Voraussetzung für Leben. Dieser Humus ist bedroht, obwohl er hilft, das Klima zu retten: humoser Boden kann CO2 aus der Atmosphäre speichern. Unser Beitrag zeigt die Landwirtschaft als CO2-Mitverursacher und Zukunftshoffnung zugleich. Der „Humusthron“ (Komposttoilette) steht für die Chance, Nährstoffe wieder in den landwirtschaftlichen Kreislauf zurück zu führen, Humus aufzubauen und Wasser zu sparen. Außerdem zeigen wir die Möglichkeiten des Einzelnen auf dem Weg zur „Humusrevolution“. Transition Town ist eine weltweite Bewegung für gelebte Nachhaltigkeit. Unser Engagement vor Ort ist zukunftsfähig, kreislaufbasiert, regional, gemeinwohlorientiert, postfossil und am Menschen ausgerichtet. Wir betreiben einen Gemeinschaftsgarten, ein Reparatur-Café, einen Weitergeberladen und unterstützen die Solidarische Landwirtschaft.

32 Hortus Ericii – der Garten des Igels

Horus Ericii
In diesem Garten möchten wir den Besuchern zeigen, wie sie ihren Garten gestalten können, um dem Igel das Überleben in unserer Landschaft möglich zu machen. Welche Gefahren lauern im Garten und auf unseren Grundstücken wie auf der Straße? Warum braucht der Igel durchlässige Gärten und was haben Gelbe Säcke mit toten Igeln zu tun?
Der Igel steht auf der Vorstufe zur Roten Liste in Bayern. Jeder von uns hat es jetzt in der Hand, ihn zu schützen und sein Dasein zu bewahren. Die Hauptnahrung des Igels besteht zu 80 % aus großen Laufkäfern und anderen Insekten, Amphibien und Kleinsäugern. Er ist ein 12 Millionen Jahre altes Raubtier. Erst der Mensch, wir, mit unserer Lebensweise und unserer lebensfeindlichen Gartenkultur, haben ihn an den Abgrund gebracht. Wir machen Vorschläge, wie Sie einen wunderschönen Natur-Garten mit heimischen Stauden und spannenden Elementen zaubern können!

33 Imkerei

Bezirks-Bienenzuchtverein Ingolstadt e.V. – 1868 | Bienenzuchtverein Ambrosius Gerolfing
Umweltverschmutzung, Bienenkrankheiten, Bienensterben und vom Ausland eingeschleppte Parasiten und Schädlinge bedrohen das Leben der Bienen. Ohne die Bestäubungsleistung der Bienen würden die Erträge in der Landwirtschaft und dem Obstanbau drastisch zurückgehen. Ein alter Spruch besagt „Erst stirbt die Biene, dann der Mensch“. Das heißt, nur wenige Jahre nach dem Aussterben der Bienen wird auf Grund der fehlenden Bestäubungsleistung die Menschheit ebenfalls aussterben. Die Bestäubungsleistung durch Wind und andere Insekten ist dagegen zu gering. Aus diesem Grund bemühen sich die Bienenzuchtvereine um die Erhaltung der Bienen, den Schutz und Erhalt der Natur und der Umwelt. Dabei soll auch die heutige Jugend einbezogen werden. Im Bienenhaus auf der Landesgartenschau können sich Interessierte vor Ort über das Leben der Bienen informieren. Fachkundige Imker machen kostenlose Führungen durch das Bienenhaus und erklären den Besucherinnen und Besuchern die Imkerei. Jeder ist willkommen.

33.1 we4bee – digital vernetzte Bienenstöcke

Audi Stiftung für Umwelt GmbH
Die Audi Stiftung für Umwelt hat in Kooperation mit we4bee 100 digitalisierte Bienenstöcke mit speziellen Sensoren ausgestattet. Sie übermitteln online Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Gewicht, Schall/Vibration, Feinstaubbelastung und vieles mehr. Mittels Big Data Analyse und Machine Learning Methoden soll erforscht werden, inwieweit Muster in den Datenströmen erkannt werden können, die Rückschlüsse auf den Zustand des Bienenvolks oder auf Umweltereignisse in der Nähe des Bienenstocks zulassen. Das Bienenvolk darf sich im Bienenstock frei entwickeln und dient in diesem Forschungsprojekt als Biosensor. Die digitalisierten Bienenstöcke sind deutschlandweit auf verschiedene Bildungsinstitutionen verteilt.

34 WaldFaszination

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ingolstadt – Bereich Forsten
Staunen – erleben – gestalten
Mit dem Beitrag WaldFaszination stellt das AELF Ingolstadt die Vielfalt des Waldes in der Region und darüber hinaus in den Mittelpunkt. Themen wie Klimawandel, Waldumbau, Artenvielfalt, Arbeitsplatz Wald, Holznutzung und Wald als Erholungsort werden in einem wöchentlich wechselnden Programm präsentiert. Eine Vielzahl von Mitmach-Aktionen für Groß und Klein zum Lebensraum Wald und seinem nachwachsenden Rohstoff Holz laden zur aktiven Beteiligung ein. Künstler zeigen ihre Werke mit Bezug zum Wald oder lassen sie direkt vor Ort entstehen. Schulklassen bekommen im Rahmen des Programms „Grünes Klassenzimmer“ und darüber hinaus Raum für die Beschäftigung mit dem Thema Wald. Aktuelle Informationen zu Wald und Forstwirtschaft in Wort, Schrift und Bild werden für alle am Wald Interessierten angeboten. Abgerundet wird das Angebot durch mehrere Konzerte als Sonntags-Matineen.

34.1 Eichenwald und Talking Trees

Audi Stiftung für Umwelt GmbH
Die Audi Stiftung für Umwelt unterstützt mit den Projekten „Eichenwald“ und „Talking Trees“ langfristige Forschungsprojekte zu Waldwachstum, Biodiversität und Klimaschutz. Das erste Förderprojekt der Audi Stiftung für Umwelt war die Anpflanzung von Eichenwaldversuchsflächen an allen Audi Produktionsstandorten weltweit. Darin werden die Wechselwirkungen zwischen Bestandsdichten und der Ökosystemleistungen der Bäume untersucht. Es zielt darauf ab, die ideale Anzahl von Bäumen für eine größtmögliche Bindung von Kohlenstoffdioxid herauszufinden sowie bestmögliche Voraussetzungen für Entwicklung und Erhalt biologischer Vielfalt zu erreichen. Mit dem Projekt „Talking Trees“ hält ein weiterer innovativer Forschungsansatz Einzug in die Eichenwald-Langzeitstudie. Ausgewählte Eichen im Köschinger Forst wurden mit intelligenter Messtechnik und entsprechender Sensorik ausgestattet. Sie übermitteln minutengenaue Daten u. a. zu Wasserhaushalt, Photosyntheseleistung und Baumwachstum. Aus diesen Daten können Forstwissenschaftler der TU München die optimalen Wachstumsbedingungen für Eichen ableiten.

35 Ökologische Landwirtschaft

Lernen Sie die Vielfalt des Ökolandbaus kennen. Die Schauflächen zeigen einen Ausschnitt der Ackerkulturen, die in Bayern von Ökobetrieben angebaut werden. Diese Vielfalt im Anbau belebt unsere Kulturlandschaft. Ökolandbau ist innovativ und arbeitet mit modernen Pflanzenbausystemen wie Mischkulturen, Untersaaten oder Agroforststreifen. Blütenreiche Feldsäume und Ackerwildkräuter gehören dazu und verbinden Landwirtschaft mit Naturschutz. Welche Verwendungsmöglichkeiten und Eigenschaften haben die gezeigten Feldfrüchte? Informationen hierzu finden Sie auf den Tafeln vor jedem Feldstück. Wie werden Pflanzen im Ökolandbau im Zeitablauf miteinander kombiniert, damit sie voneinander profitieren? Eine Antwort auf diese Frage gibt die typische Praxis-Fruchtfolge, welche im östlichen Teil der Fläche zu sehen ist.

36 Krautgärten

Krautgärten sind neue Wege, um den hohen Bedarf moderner Großstädter an „eigenen Gemüsegärtchen“ zu stillen. Während der Landesgartenschau können die Ingolstädter Bürger, die sich vorher um eine der Flächen beworben haben, hier kostenfrei selbst Obst, Gemüse und Blühflächen anlegen. Im Vordergrund steht das Miteinander von Bürgern aller Altersstufen, verschiedener Kulturen und unterschiedlichen Gärtnerwissens. Es wird gemeinsam gepflanzt, gepflegt, geerntet und Neues gelernt. Gärten für alle!

37 Entfaltung im Raum

Audi AG | Künstler: Reinhard Scherer, Bildhauer
Der Entwurf greift die Formensprache der Planung des Gartenschaugeländes auf. Geometrische Formen werden zu einem vertikalen, kristallinen Körper zusammengefügt. Mit wenigen elementaren Formen wird eine raumumspannende, lebendige Rhythmik und plastische Vitalität erfahrbar gemacht. Der umschlossene Raum ist der Fokus der Skulptur. Erst beim Umschreiten werden die unterschiedlichen Facetten der Ansichten erlebbar. Einatmen und Ausatmen, Bewegung und Gegenbewegung sind Bezugspunkte der Arbeit. Eine Vielzahl von Blickwinkeln, ein komplexes Beziehungsgefüge von Achsen, Winkeln und Überschneidungen entfalten sich hier im Raum. Sichtbare Schweißnähte, Schnitte und Kanten gleichen gerichteten Linien. Flächen sind aufgerichtet zu einem vertikalen Körper. In der Wahrnehmung kann der Betrachter auf geradezu physische Weise den Werkprozess der Skulptur lesen. So wird ein Bogen gespannt zu den Potentialen der Stadt: zu Forschung und Industrie, Kunst und Kultur.
Dieses Kunstwerk bleibt dauerhaft im Landschaftspark bestehen.

38 Leben braucht Vielfalt

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Natur erfahren, Natur bewahren
Die Artenvielfalt hat in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber egal ob wir zu viel Fläche bebauen oder die Äcker zu intensiv bestellen – der Mensch trägt große Mitverantwortung. Doch warum ist die Naturvielfalt so überlebenswichtig? Wie sehr hat der Mensch die Ökosysteme verändert und welchen Einfluss hat dabei der Klimawandel? Was hat sich nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ geändert? Die Ausstellung des Bayerischen Umweltministeriums zeigt die bunte Welt der heimischen Tiere und Pflanzen und wie sie sich verändert hat. Erkunden Sie dies auf einer simulierten Zugfahrt und in einer Hör-Installation mit Geräuschkulissen unterschiedlicher Lebensräume. Am Frühstückstisch wird die besondere Rolle bestäubender Insekten deutlich. Unsere Naturvielfalt zu schützen und zu erhalten ist eine bedeutende Aufgabe – jeder Einzelne kann seinen Beitrag leisten!

39 Kragujevac, Serbien

Partnerstadt von Ingolstadt seit 2003
Als Inspirationsquelle für die Planung des Gartens dienten unter anderem sogenannte „kilims“, traditionelle handgewebte serbische Teppiche, deren Herstellung zu den wichtigsten Formen der Textilkunst zählt. Ab dem 19. Jahrhundert avancierten diese dekorativen und praktischen Einrichtungsobjekte zum Statussymbol. Bei einem traditionellen serbischen Garten denkt man hauptsächlich an bestimmte Pflanzenarten, die seit der Antike dort kultiviert wurden. Zur Gestaltung wurden daher Linden, Ringelblumen, Buchsbäume, Begonien, Rosmarin, Palmlilien und Geißblatt, zusätzlich aber auch Mulch und Gras verwendet. Das geometrische und farblich kontrastreiche Ornament soll einen Teil des serbischen Kulturgutes widerspiegeln und eine angenehme Atmosphäre schaffen, die die Menschen verbindet.

40 Murska Sobota, Slowenien

Partnerstadt von Ingolstadt seit 1979
Neben einer Eiche wurden auf einem kleinen Hügel eine Linde und eine Platane gepflanzt. Verschiedene Nutz- und Zierobstpflanzen wie Aroniastrauch, Amarantpflanze und Zierapfelbaum sollen den Stadtbewohnern in ihrem schnelllebigen Alltag die Ruhe und Kraft der Natur verdeutlichen. Diese Pflanzen erinnern an die Natur als Lebensraum und Nahrungsquelle und ermöglichen es, den Garten mit allen Sinnen zu erleben und zu genießen: Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken. Die Besucher können Blätter, Zweige, Früchte und Blüten in all ihrer Farbenpracht und Vielfalt betrachten, dem Rauschen der Blätter und dem Knacken der Zweige lauschen, den Duft von Blumen, Baumrinde, frisch gemähtem Gras und Laub riechen, Rinde oder Laub befühlen und die Frische der Früchte schmecken.

41 Kirkcaldy, Schottland

Partnerstadt von Ingolstadt seit 1962
Das Design des Kirkcaldy Gartens zeigt die Farben der schottischen Nationalflagge und spiegelt die Form der Nationalblume, der Distel, wider. Die Bepflanzung, die eine Hommage an das Bergbauerbe der Stadt darstellt, umfasst verschiedene Farne und Bäume wie die heimische Silberbirke und die Kiefer. Strukturell verfügt der Garten über ein maßgeschneidertes Spalierelement mit kreisförmig ausgeschnittenen Paneelen, die das Erbe der Linoleumherstellung von Kirkcaldy würdigen, einer bis heute bestehenden Industrie. Bei der Landschaftsgestaltung wurde der in Schottland vorkommende Granitstein verwendet. Kirkcaldy beherbergt mit dem Jahrmarkt, der jedes Jahr entlang der Küstenpromenade stattfindet, einen der größten Straßenmärkte Europas. Diese bedeutende Veranstaltung wird auch im Ausstellungsgarten gefeiert, wo Steckenpferde ihre neu gefundene Freiheit im schönen Ingolstadt genießen.

42 Zentralbezirk Moskau, Russland

Partnerstadt von Ingolstadt seit 1995
Der Moskauer Garten symbolisiert die radial-ringförmige Struktur Moskaus. Der zentrale Bereich stellt den historischen Teil der Stadt dar. Die Pflasterung mit Granitmosaik repräsentiert Stadtviertel und Straßen, der rote Granitstern den Kreml. Ein blau gepflasterter Gehweg, Symbol für den Fluss Moskwa, teilt den Garten. Die Grünbepflanzung besteht aus kugelförmigen Nadelsträuchern und aus Grünhecken mit geschnittenen Laubsträuchern. Im Zentrum befindet sich eine transparente Stadtsilhouette aus Acrylglas, die die Konturen der wichtigsten architektonischen Bauten von Moskau abbildet. Die Ringgehwege im äußeren Teil des Gartens erinnern an den Gartenring, den Boulevardring, den dritten Verkehrsring und den Moskauer Autobahnring. Im äußeren Bereich sind typisch russische Bäume sowie Feldgräser angepflanzt. Eine klassische Parklaube lädt die Besucher zum Ausruhen ein.

43 Foshan, VR China

Partnerstadt von Ingolstadt seit 2014
Die Bauwerke des Foshan Gartens basieren überwiegend auf der einzigartigen Lingnan-Kultur. Der Begriff Lingnan meint „südlich der Gebirgszüge, die sich quer durch die Provinz Guangdong ziehen“. Am Eingang des Gartens zeigt sich Foshans historische Architektur im Lingnan-Stil mit henkelförmigen Bauelementen, grauen Granitsteinen und einer Schiebetür im Kanton-Stil, die den besonderen Baustil von Foshan hervorheben. Kunstwerke der Landschaftsdekoration, wie Pflaumenpfahl, Lingnan-Fenstergitter, trommelförmige Steine, Steinplatten, Steinsäulen und Mauern sowie eine Löwentanz-Silhouetten-Wand werden eingesetzt, um die kulturelle Wirkung des Standorts zu bereichern.

44 Opole, Polen

Partnerstadt von Ingolstadt seit 2005
Der Garten präsentiert die Besonderheiten der Natur, der Landschaft und der Kultur von Opole. Seine Elemente beziehen sich auf das berühmte Amphitheater der Stadt, in dem seit 1963 jedes Jahr das Landesfestival des Polnischen Liedes stattfindet. Opole ist daher auch als Hauptstadt des Polnischen Liedes bekannt. Eine ausgewählte Vielfalt an Pflanzen bildet regionale und lokale Grünanlagen ab und erinnert an die Oder, die durch die Stadt fließt.

45 Aktionsplatz

Der Aktionsplatz ist das Zentrum der Veranstaltungen der Landesgartenschau Ingolstadt 2020. Hier finden – bestuhlt oder unbestuhlt – unsere Konzert-Highlights und viele unserer Großveranstaltungen statt. Dabei kann sowohl die EDEKA-Bühne, als auch der Platz selbst bespielt werden. Zahlreiche musikalische Leckerbissen, Tanz und sportliche Aktivitäten sorgen für ein abwechslungsreiches, spannendes und mitreißendes Programm.

46 Junge Gartenschau

Kinder und Jugendliche aufgepasst – hier gibt es Spannendes zu entdecken! Taucht in den Kreativraum „Junge Gartenschau“ ein: Bunt gefüllte Spielekisten sorgen für Inspiration und Ideen. Ob Bewegungs-, Sport- oder Geschicklichkeitsspiele – hier ist für jeden etwas geboten. Erkundet einen umgebauten Hochseecontainer, habt Spaß beim Rutschen oder probiert die LifePark Max Workout Station aus. Zahlreiche Mitmachaktionen in und um die Villa Fips laden euch ein, kreativ zu sein. Für Erwachsene gibt es hier einen kleinen Moment der Entspannung. Tanzen, springen, austoben und lachen. Lasst Euch auf Neues ein!

46.1 Schulacker der GemüseAckerdemie

Ackerdemia e.V.
„Für eine Generation, die weiß was sie isst.“ Die GemüseAckerdemie ist ein praxisorientiertes Bildungsprogramm für Schulen und Kitas. Durch den Anbau, die Pflege und die selbständige Vermarktung ihres eigenen Gemüses lernen Kinder und Jugendliche die vollständige Produktionskette des ökologischen Gemüseanbaus kennen.
Das Ziel, die junge Generation für eine gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit begeistern. Die Bildungsprinzipien des Programms orientieren sich dabei an den Kriterien der Bildung für nachhaltige Entwicklung. 2019 erreichte die GemüseAckerdemie über 21.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 16 Jahren. Seit diesem Jahr ackern die Kinder in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz an insgesamt mehr als 500 Lernorten. Im Laufe eines Ackerjahres werden an einem Lernort bis zu 30 verschiedene Gemüsearten gesät und gepflanzt. Wie so etwas aussehen kann, veranschaulicht dieser eigens für die Gartenschau angelegte Schulacker. Er wird von den Schülerinnen und Schülern der Sir-William-Herschel-Mittelschule betreut.

46.2 Die Zauberwelt der Klänge

Fachakademie für Sozialpädagogik Ingolstadt der bfz gGmbH
Augen und Ohren aufgepasst: Unsere Klanginstallation bietet Möglichkeiten, Töne, Klänge und Geräusche aktiv zu gestalten. Die Materialien werden zu Klangkörpern und Kinder und Erwachsene selbst zu Künstlern der Klänge: wie spannend wird es sein, den unterschiedlichsten Objekten einen Ton zu entlocken, der beim zweiten Versuch schon ein wieder anderer ist…
Dem Zauber der Töne zu erliegen und einzutauchen in das eigene Kunstwerk, das dabei wie zufällig entsteht – das ist die Einladung! Sie können erleben, dass „Musik ausdrückt, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ (Victor Hugo)
Probieren Sie es aus!
Bitte beachten Sie, dass die Aufsichtspflicht bei den Erziehungsberechtigten liegt.

46.3 Villa Fips

Ein Ort des Wohlfühlens, ein Freiraum für kreative Gedanken und ein Bereich voller Überraschungen – das ist die Villa unseres Feldhamsters Fips. Kinder und Jugendliche erwartet hier eine vorbereitete Umgebung, in der sie nach Lust und Laune frei spielen oder bestehende Angebote und Aktionen nutzen können: Stöbert in einer Bücher- oder Spielekiste. Entdeckt Neues und Altes. Gestaltet selbst mit eigenen Einfällen. Hier habt Ihr die Möglichkeit zum Staunen, zum Lachen und zum Entdecken oder Euch auch mal einen Moment auszuruhen.
Kommt herein, seid kreativ!

47 Join in

Dagmar Hummel
Die Installation besteht aus 18 Laubrechen zum Zusammenkehren von Blattwerk, Geäst und Rasenschnitt. „Kopfüber“ ist der Rechen ein Werkzeug, umgedreht „Kopf hoch“ verwandelt er sich in eine Figur mit punkartig behaartem Kopf. Bei Bewegung und Tanz kann man Beruf und Alltag vergessen, Energie tanken und die Seele baumeln lassen. In der Installation „join in“ werden die profanen Arbeitsgeräte wie vom Zauberlehrling erweckt zu lebendigen Tänzern auf der Open-Air Bühne. Ihre variantenreichen Tanzfiguren wecken Assoziationen wie Rhythmus, Musik und Lebensfreude. In buntem Treiben erfreuen sie sich an Freizeit und Freiheit gleichermaßen. Der Betrachter ist eingeladen sich dazuzugesellen, sei es zum Nachstellen der übermütigen Posen und zum Foto-Shooting mit ihnen, unter ihnen.

48 Inspiration Landwirtschaft

Inspiration Landwirtschaft e.V.
Bauern auf der Landesgartenschau:
Jeder von uns braucht dreimal am Tag einen Landwirt. Doch wo kommen die Nahrungsmittel für unsere Mahlzeiten her? Wie werden sie erzeugt? Und welche Landwirte stehen mit Hingabe und Verantwortung hinter dem Anbau von Feldfrüchten und der Tierhaltung? Auf der Fläche des Vereins Inspiration Landwirtschaft e.V. zeigen lokale Landwirte aus der Region in und um Ingolstadt die Landwirtschaft für Sie als Besucher greifbar und erlebbar. In verschiedenen Themenblöcken werden Sie von der Aussaat bis zur Ernte durch das Jahr der Landwirte mitgenommen. Im Dialog mit den Landwirten können Sie die Gelegenheit nutzen, sich zu lokalen Themen der Landwirtschaft wie Getreide, Milch oder dem Zuckerrübenanbau zu informieren und von der Landwirtschaft inspirieren zu lassen.

49 Wir4 Pavillon der Region

Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. (IRMA) mit den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d.Ilm und der Stadt Ingolstadt
„Wir4“: Unter diesem Namen präsentieren sich die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d.Ilm und die Stadt Ingolstadt im Pavillon der Region. Besucher erwartet neben einer informativen Dauerausstellung über Themen wie Tourismus, Freizeit und Kultur ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm. Kommunen und Organisationen wie Vereine, Unternehmen oder Schulen präsentieren ihre Angebote auf einer Veranstaltungsfläche und laden zum Mitmachen, Zuschauen und Erleben der Region ein. Direkt angrenzend an den Pavillon befinden sich die Gärten der Region. Dort werden die gärtnerischen und landschaftlichen Besonderheiten der jeweiligen Landkreise sowie der Stadt dargestellt und bieten einen Platz zum Verweilen.

49.1 Wir4 Gärten der Region

Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. (IRMA) mit den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d.Ilm und der Stadt Ingolstadt
Unter dem Namen „Wir4“: Unsere Vielfalt – Deine Region präsentieren sich die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen a.d.Ilm und die Stadt Ingolstadt auf der Gartenschau. Gemeinsamkeiten und Vielfalt aufzuzeigen ist daher auch das Kernthema des Gartenbeitrags. Eingerahmt werden die „Gärten der Region“ von einer Hainbuchenhecke. Fenster in der Hecke ermöglichen Einblicke in vier individuell gestaltete Gartenbereiche. Das Herz des Regionsgartens bildet ein zentraler Platz mit vier Trauben-Kirschen. Um diesen herum sind die Gärten der Gebietskörperschaften angeordnet, erschlossen durch einen attraktiv gestalteten Rundweg. Die einzelnen Gartenbereiche werden dabei jeweils durch gebietstypische Materialien und Pflanzen charakterisiert. So spiegeln die vier Gärten die Vielfalt und die unterschiedlichen Facetten unserer Region in der Mitte Bayerns wieder und laden zum Verweilen und Entdecken ein. 

49.2 Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

Genießen mit allen Sinnen, das steht im Mittelpunkt des Gartens des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Der Wasserlauf mit Findlingen und Kies aus dem Donautal symbolisiert die Donau. Er ist gesäumt von charakteristischen Pflanzen der Auenlandschaft, wie Mädesüß, Blutweiderich, Schwertlilie und Gräsern. Die Baumreihe aus Kopfweiden und die mehrstämmige Birke verweisen auf die landschaftsprägenden Bäume des Donaumooses, dem größten zusammenhängenden Niedermoor Süddeutschlands. Duft- und Aromapflanzen entlang des Trittplattenwegs erzeugen ein beeindruckendes Ambiente für die Sinne, so verströmt die Römische Kamille ihren Duft schon beim Vorbeistreifen. Auch für Bienen und Schmetterlinge sind die Pflanzen eine Wohltat.

49.3 Landkreis Eichstätt

Der Naturpark Altmühltal prägt den Garten des Landkreises Eichstätt. So darf das Wahrzeichen des Naturparks, der bekannte und als Versteinerung im Plattenkalk konservierte Ammonit, natürlich nicht fehlen und findet sich im zentralen Platz des Gartens wieder. Sitzquader aus heimischem Jura-Kalkstein umgeben den Platz. Der Quellstein ist eine Anspielung auf die Themenkomplexe Fluss, Höhle und Karst, die Besucher bei Kanutouren auf der Altmühl oder bei Wanderungen zur Arndthöhle oder der Karstquelle „Grüner Topf“ bei Kipfenberg erleben können. Die Bepflanzung ist den landschaftsprägenden Wacholderheiden mit ihrem Magerrasen nachempfunden, ein einzigartiger, von Menschenhand durch Rodung geschaffener und durch Schafbeweidung zu erhaltender Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten.

49.4 Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm

Der Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm als bekanntes Hopfen- und Spargelanbaugebiet präsentiert sich mit seinen charakteristischen Pflanzen, der Spargelstaude und der Kletterpflanze Hopfen, welche bis zu 10 Zentimeter an einem Tag wachsen kann und vielerorts die Landschafts-silhouette im Landkreis prägt. Auch die Farben des Landkreiswappens dürfen bei der Staudenbepflanzung nicht fehlen und so erstrahlt der Landkreisgarten in kräftigen Gelb-, Grün-, Weiß- und Blautönen – ein echter Blickfang. Ein Zierapfel rahmt den idyllischen Sitzplatz ein und besticht nicht nur als Insektenfutterpflanze und Tiernährgehölz, sondern begeistert den Betrachter ebenso durch seine Farbenvielfalt in weißer, leicht zartrosa Blüte, buntem Herbstlaub und leuchtend orangeroter Frucht. 

49.5 Stadt Ingolstadt

Frankensteins Gartenkabinett:
Was verbindet Frankenstein mit der Tomoffel? Dieser Frage geht der Beitrag der Stadt Ingolstadt nach. Als Grundidee für die Gestaltung des Gartens dient eine bekannte Figur aus der Literatur. Mary Shelley ließ ihren Helden Victor Frankenstein an der Universität in Ingolstadt studieren. Während Frankenstein Teile verschiedener Menschen zu einer neuen, künstlichen Kreatur zusammenfügte, sind Forscher und Züchter weltweit bemüht, neuartige Pflanzen zu kreieren. So entstanden beispielsweise die Ananas-Erdbeere oder die Tomoffel, eine Mischung aus Tomate und Kartoffel. An diesen und weiteren Zier- und Nutzpflanzen, die durch Züchtung, Kreuzung, Auslese oder Veredelung entstanden sind, führt ein Weg vorbei, gebaut aus den für Ingolstadt typischen roten Festungsziegeln. Ein Wasserlauf als Symbol für die Donau verbindet das Ingolstädter Gartenkabinett mit den anderen Beiträgen aus der Region.

50 Die Vielfalter sind los…

Stadt Ingolstadt Integration
Die Vielfalter sind los… und schwärmen aus zur Landesgartenschau in Ingolstadt 2020! Der bundesweit bekannte Künstler Rainer Bonk entwickelte aus der Ingolstädter Bildmarke „IN Vielfalt Leben“ die Idee der Vielfalter. Dabei handelt es sich um Schmetterlinge, die von Ingolstädter Schülerinnen und Schülern der 4. bis 6. Klasse gestaltet wurden. Die Schmetterlinge repräsentieren die Länder und Nationen, die in Ingolstadt zusammen leben, und „umschwärmen“ die blauen Schafe sowie den Patenbaum des Migrationsrates. Während Bonks blaue Schafe nach dem Motto „Alle sind gleich – jeder ist wichtig“ auf dem Gelände „grasen“, zeigen die Vielfalter wie vielfältig und international Ingolstadt mit seinen rund 150 Nationen ist.

51 Leben im Fluss

Gartenschmiede GmbH
Was bedeutet „Nachhaltigkeit“ im eigenen Leben? – Kurz: Was langfristig funktioniert, für mich und meine Umgebung. „Mülltrennen“, „Einsparen“ und „Bienenweide“ reicht da allein nicht – das geht viel tiefer in alle Bereiche. Und es muß anziehend sein, inspirierend, belebend. Wachstum! – aber diesmal mit wiederentdeckter Qualität, innerer Ruhe und dem Empfinden von Richtigkeit. Dann ordnet sich auch alles andere.
„Grün zuerst“-Gestaltung
Wie kann so ein Garten aussehen? Aus der Natur übernommen sind fließende Formen, alle Baustoffe stammen aus der Natur oder wurden wiederverwendet. Der Weg zieht sich fließend durch den Garten. Daran reihen sich runde Lebensbereiche mit eigenen Themen: Wohnen, Arbeiten, Ernährung, Entspannung, Feiern, Sammlung. Der Garten ist selbst Zentrum, in dem sich Lebensbereiche immer wieder neu gruppieren können und der eigene Lebenslauf Spuren eingraviert.

52 Optische Vergrößerung

Gartenidee Kuchler GmbH
Der 222 m² große Themengarten präsentiert die Grundlagen der Gartenarchitektur zur optischen Vergrößerung von Freiräumen bis hin zu Wassergeräuschen in Kombination mit malerischen Klängen. Nachhaltigkeit der besonderen Art, da Flächen-Ressourcen gespart werden. Die Reduzierung der Gartengestaltung auf wesentliche Elemente spart Material und Ressourcen – die Kunst liegt hier im Weglassen. Der Kontrast zwischen strenger Linie und freier Form steht im Zentrum des Konzeptes mit Wegen, Pflanz- und Wasserflächen, Mauern und Stufen. Nachhaltigkeit bedeutet Wiederverwenden und Regionalität, auch dies wurde bei der Planung umgesetzt. So kommt der Naturstein aus Kelheim und die Materialien werden für künftige Projekte wiederverwendet.

53 Ein-Blick ins Paradies Weiß-Blau

Kiermeier Gärten zum Wohlfühlen
„Harte Schale – weicher Kern“ beschreibt die Mentalität der Bayern. Eine Hecke mit Einblicken in das Gartenparadies steht für die harte Schale. Der weiche Kern setzt sich aus den einzelnen Gestaltungselementen zusammen. Insgesamt prägt eine moderne Formensprache den Entwurf. Eine bodenständige, regional ausgerichtete sowie energie- und ressourcenschonende Gartenwelt – im Einklang mit der Natur – unter Berücksichtigung von geomantischen Gesichtspunkten. Ein Schwimmteich mit Wasserfall repräsentiert das Voralpenland. Wege und Kiesflächen die Münchner Schotterebene. Eine bewachsene Pergola mit Sitzplatz die Bauwerke und Gärten von König Ludwig. Abwechslungsreich blühende Pflanzungen in den bayerischen Landesfarben stellen die landwirtschaftlich genutzten Flächen, Wiesen und Wälder dar. Die modernen Komponenten Sauna, überdachter Sitzplatz und Outdoorküche drücken das bayerische Lebensgefühl aus.

54 Nachhaltiger Garten

Garten- und Landschaftsbau Fiedler GmbH & Co. KG
Für den rund 215 m² großen Garten wurden hauptsächlich Produkte aus der Region verwendet, um die Transportwege möglichst kurz zu halten. Darüber hinaus tragen die regionalen Qualitätsprodukte, die sich durch eine lange Lebensdauer auszeichnen, zur Ressourcenschonung bei. Außerdem kommt Kompost als natürlicher Dünger zum Einsatz. Die standortgerechte Bepflanzung mit Stauden und Gehölzen bietet Nahrung für Insekten und Menschen. Hierfür wird ein Teil der Fläche als Obst-, Gemüse- und Kräutergarten genutzt. Die Wege und der Sitzplatz sind barrierefrei ausgeführt und somit für alle Besucher nutzbar. Dabei ist der Sitzplatz mit einer Kuppel überdacht und mit einer Dachbegrünung versehen. Ein Wasserbecken und die Einfassung aus Cortenstahl verleihen dem Garten eine moderne Anmutung. Ein Garten zum Wohlfühlen für Mensch und Natur.

55 Ideenschmiede

Garten- und Landschaftsbau Fiedler GmbH & Co. KG | Därr Landschaftsarchitekten
Die Ideenschmiede stellt sich als weißer Kubus in einem gestalteten Freiraum, wie ein Fremdkörper anmutend, dar, der erobert werden will. Zentrum dieses Raumes bildet der Schaukeltisch. Die leicht schwingenden Stühle lassen die Gedanken der kreativen Köpfe schweifen und entführen in eine Traumwelt, in der die Antworten für jeden einzelnen zu gestaltenden Raum gesucht und gefunden werden. Stahlseile, die den Kubus überspannen, unterstützen den schöpferischen Prozess und bilden je nach Sonnenstand spannende Schattenbilder auf dem Boden. Die Stahlseile werden mit schnellwachsenden Kletterpflanzen bepflanzt, die im Laufe der Ausstellung den reinweißen Raum erobern sollen. Ziel ist es, mit diesem Beitrag nicht nur die Beziehung zwischen Mensch und Natur zu reflektieren, sondern einen Mehrwert in Zeit und Raum zu finden.

56 Farbspiel: Orange trifft Rot

Gärtnerei Ziereis GbR
Diesen Flächen liegt ein besonderer Planungsgedanke zugrunde: das Thema Bruch, Aufbruch, Aufbrechen. Klare Kanten in einem Blütenmeer von orangen und roten Tönen. Ein Bruch ist deutlich erkennbar, ob man diesen in der Halle des Güterverkehrszentrums im Hintergrund sehen mag, oder in Menschen und Meinungen – oder ob das schon als Anstoß im Sinne von Aufbruch gelten mag, bleibt dem Betrachter überlassen. Es gibts hier keine Verbindung vom „Bruch“ zum Umfeld. Violen, Anemonen, Mohn, Goldlack und Ranunkeln ergänzen die lauten Farben der Tulpen im Frühjahr. Im Sommer finden Buntnessel, Amaranth, Gazanie, Escholzien und viele andere Blütenpflanzen zusammen. Der Bruch wird in allen Flächen von dunkelrot bis schwarzblütigen Pflanzen verkörpert. Besonders eindrucksvoll leuchtet diese Fläche am späten Nachmittag, wenn die Sonne bald hinter‘m Horizont verschwindet. 

57 Refugium

Thoma Garten und Landschaftsbau
Unter dem Leitmotiv „Refugium“ entsteht ein Themengarten, der die nachhaltige Gartengestaltung aufzeigen soll. Er ist ein Rückzugsort für den Menschen, ein Unterschlupf für Insekten und Kleinstlebewesen. Klare Formensprache im Zusammenspiel mit einer naturnahen Bepflanzung zeichnet diesen Garten aus. Er bietet Raum zur Selbstversorgung mit diversen Obstgehölzen und essbaren Pflanzen. Eine Pergola aus Altholz, bestückt mit einer großen Tafel aus Altholz, lädt zum Verweilen und Genießen ein. Angrenzende Duftstaudenflächen geben dem Bereich die nötige Aufenthaltsqualität und machen so jedes „Dinner im Garten“ zu einem unvergesslichen Erlebnis. Um in diesem Garten zur Ruhe zu kommen, dem Summen der Insekten zu lauschen, Sonne zu tanken oder einfach Entspannung zu finden, werden auf der nördlichen Platzfläche regional produzierte Lounge Möbel eingesetzt.

58 Manche mögen’s heiß!

Stauden Haid | Tobias Pesl, Garten- und Landschaftsbau
Die letzten Sommer haben gezeigt, dass der Klimawandel für Gärten eine große Herausforderung darstellt. Der Themengarten zeigt, dass auch zukünftig ein attraktiver, artenreicher und pflegeleichter Garten möglich ist. Die Verwendung von Pflanzen, die an Niederschlagsarmut und hohe Temperaturen im Sommer, sowie Frost und Nässe im Winter angepasst sind, bilden die Grundlage für ein erfolgreiches Gärtnern. Bäume sind unersetzliche „Kühlschränke“ im Garten. Kombiniert mit passenden Stauden, heimische Arten von Trocken- und Magerrasen, robuste Schönheiten aus dem Kaukasus, Mittelmeergebiet, Balkan, Asien und Nordamerika bieten Insekten ein reiches Nahrungsangebot. Mit regional vorkommendem Mulch ohne Vlies wird ein zu starkes Austrocknen des Bodens verhindert. Auf einer Tafel sehen Sie die realen Gießgänge dieser Pflanzungen– vergleichen Sie mit Ihrem Garten.

 59 Man lebt immer zweimal

Stauden Haid | Tobias Pesl, Garten- und Landschaftsbau
Willkommen in unserem blühenden „gebrauchten“ Garten! Lassen Sie sich inspirieren vom Verwenden benutzter Dinge aus Kellern, Dachböden und alten Schuppen. Durch den nochmaligen Gebrauch mit einem neuen Verwendungszweck erhalten diese Funde einen neuen Wert und eine überraschende Aufgabe.
Der phantasievolle Einsatz spart Ressourcen ein, Frachtwege entfallen beim Neukauf und die Qualität der gebrauchten Utensilien von einst ist meist bis heute unerreicht. Hier trifft das bemalte Fahrrad von Oma auf moosige Tontöpfe und die Zinkwanne auf Frühbeet-Scheiben und Klinker-Steine aus der Altstadt. Unsere blühenden Stauden verbinden alle Materialien harmonisch miteinander.

60 Kontrast: ORANGE trifft BLAU

Gärtnerei Ziereis GbR
Die Leuchtkraft der orangen Töne wird etwas abgemildert durch das Einstreuen von Blau. Ebenfalls gemildert ist der „Bruch“, der hier keine harten Kanten mehr hat, sondern sich schon Übergänge zu seinem Umfeld andeuten. Der Bruch ist eher zu sehen als ein Aufbrechen, ein Aufbruch, wenn der Druck von außen zu groß wird. Denken Sie an eine reife Feige, die gequetscht wird. Violen, Anemonen, Mohn, Goldlack und Ranunkeln ergänzen die lauten Farben der Tulpen im Frühjahr. Im Sommer spannt sich der Bogen von Seidenpflanze über Buntnessel, bis hin zu Alstromerien und Lilien.

61 Gebrauchter Garten

Majuntke GmbH & Co. KG | Büro Freiraum
Die Gestaltung des Themengartens steht unter der Prämisse, ausschließlich Materialien zu verwenden, die entweder eine Geschichte besitzen, oder bereits zum Teil mehrfach verwendet wurden. Gleichzeitig wird gezeigt, wie mit schlichter Gestaltung und filigraner Pflanzenverwendung schöne „Gartenbilder“ entstehen können. Alle Materialien werden nach der Gartenschau recycelt oder wieder verbaut.
Die langgezogene Fläche wird in einzelne „Compartiments“ geteilt und mit verschiedenen Themen belegt. Zum Hauptweg bildet sich eine halbdurchlässige Abschirmung aus verschiedenen harten und pflanzlichen Materialien ab, am Nebenweg leiten Pflanzen und niedrige Einbauten den Besucher. Ein durchgängiges Element stellt der geschwungene Besucherpfad aus recyceltem Ton- und Ziegelsplitt in rot-violett dar.

62 Gärtnerisches Infozentrum

Bayerische Landesgartenschau GmbH | Bayerischer Gärtnerei-Verband e.V. | Bund deutscher Baumschulen (BdB) Landesverband Bayern e.V. | Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V.
Die gärtnerischen Berufsverbände in Bayern präsentieren sich im Gärtnerischen Infozentrum unter dem Motto „Bayern blüht“. Gemeinsam leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung eines attraktiven Umfeldes für Wohnen, Arbeit und Freizeit. Sie schaffen sicht- und spürbare Lebensqualität und sorgen dafür, dass Gärtnerwissen in der Gesellschaft weitergegeben wird. Im Pavillon stehen täglich wechselnde Themen im Mittelpunkt. Sie werden begleitet von einer Dauerausstellung zur Ressource Wasser und dem Facettenreichtum der gärtnerischen Berufe und Ausbildungswege. Hier informieren Profis über gärtnerische Spezialthemen und geben Auskunft zu Fragen rund ums Grün. Immer donnerstags gibt es Tipps vom Pflanzendoktor. Zudem erhalten Sie Beratung zu Düngung, Bodenverbesserung und eine kostenlose pH-Wert-Untersuchung.
Lassen Sie sich inspirieren, damit auch Ihr Zuhause noch grüner und lebendiger wird!

62.1 Bayerische Pflanze des Jahres

Bayerischer Gärtnerei-Verband e.V.
Um den Titel „Bayerische Pflanze des Jahres“ zu erhalten, muss eine Sommerblume die Jury des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes gleich in mehrfacher Hinsicht überzeugen: Sie muss neu sein, besonders robust und die Blicke des Betrachters auf sich ziehen.
All das kann selbstverständlich auch die „Pflanze des Jahres 2020“. Ihre dreifarbige Blüte kombiniert die kräftigen Trendfarben  des Sommers 2020. Die Blüten schweben über dem dunklen Laub der Dahlie und leuchten dadurch besonders intensiv. Nicht nur die Menschen freuen sich über die Blüten, auch die Bienen sind davon begeistert.  Und das schon ab April bis zum ersten Frost. Denn entgegen der landläufigen Meinung ist diese Dahlie keine reine Herbstpflanze, sondern verbreitet den ganzen Sommer über gute Laune.
Die „Pflanze des Jahres 2020“ wird hier begleitet von einigen Pflanzen der letzten Jahre.

62.2 Trockenkünstler und Sonnenanbeter

Kakteengarten Hans Graf
Kakteen und Sukkulenten in verschiedensten Variationen werden rund um das Gärtnerische Informationszentrum präsentiert, gepflanzt in Gefäße in unterschiedlichsten Farben und Formen. Winterharte Kakteen sind Pflanzen für alle Extreme: Sie lieben die Sonne und überleben als Kübelbepflanzung oder im Beet sogar Temperaturen bis unter Minus 20 °C.
Die Mischung mit mediterranen und anderen trockenheitsliebenden Pflanzen lässt diesen Beitrag den ganzen Sommer über interessant und abwechslungsreich erscheinen und bietet den Besucherinnen und Besuchern der Gartenschau ein immer wechselndes Bild.
Übrigens: Haben Sie schon mal über ein eigenes Kaktusbeet nachgedacht? Ein so ungewöhnliches Beet ist sicherlich in jedem Garten ein Hingucker. Und für alle, die den Kaktus lieber auf der Fensterbank stehen haben, ist hier bestimmt auch der Richtige dabei!

63 Superfood aus Ihrem Garten

Verband Wohneigentum, Landesverband Bayern e.V.
So verringern Sie Ihren ökologischen Fußabdruck:
Lebensmittel – insbesondere Obst und Gemüse – die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben, werden als Superfood bezeichnet. Dabei wird der Begriff bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts verwendet, ist allerdings erst in den letzten Jahren in aller „Munde“ – eine findige Marketing-Kampagne. Oft ist dieses Superfood hochpreisig, unter Laborbedingungen hergestellt, ohne einheitliche Definition. Dieser Ausstellungsbeitrag soll zeigen, dass es möglich ist, heimische Alternativen anzubauen und zu genießen, ohne Abstriche: weitaus geringere Umweltbelastung und geringere Kosten. Wir beraten Sie gerne bezüglich des Anbaus, Ernte und Verwendung. Freuen Sie sich auf tolle Rezepte und Tipps. Verglichen werden: Goji-Beeren vs. Brennesel, Chiasamen vs. Leinsamen, Quinoa vs. Hirse, … Die Ergebnisse werden Sie überraschen!

64 Bayern Cup

Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.
13. Berufswettkampf der bayerischen Landschaftsgärtner:
Der Bayern Cup fand am 2. und 3. April 2020 statt. Unser beteiligter Berufsnachwuchs war mindestens im zweiten Ausbildungsjahr, doch maximal 21 Jahre alt.
Neun Zweierteams aus ganz Bayern traten gegeneinander an und verwirklichten auf 16 Quadratmeter den Entwurf eines modernen Bauerngartens. Gewinner war das Team mit der korrektesten Umsetzung der Planung innerhalb von 15 Stunden. Die für alle Teams identische Bauaufgabe umfasste ein vielseitiges Leistungsspektrum des Garten- und Landschaftsbaus: Dazu gehörten Boden- und Pflasterarbeiten, die Errichtung einer Sitzmauer aus Stein mit einer Auflage aus Holz und die Anlage einer Grillstelle. Die vegetationstechnischen Arbeiten umfassten Schnitthecken, Stauden, eine Baumpflanzung und das Verlegen einer Unterflurbewässerung.
Mit dem Gewinn des Bayern Cups qualifizierte sich das bayerische Siegerteam für den bundesweiten Landschaftsgärtner-Cup, der im September 2020 auf der Branchenmesse GaLaBau in Nürnberg stattfindet.

65 Medizingarten

Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt e. V.
Ein Beschreibungstext folgt in Kürze.

66 Historische Rosen

Botanik in Weißenburg | Stauden Haid
Die Rose hab ich mit ins Bett genommen.
Was soll sie im Glas langsam welken –
überall sollt man ein Heiligtum der Natur mit herumtragen,
das frei macht vom Bösen,
wer kann in Gegenwart einer Rose nicht mit edlen Gedanken gefüllt sein.
Ich hab‘s lieb, das Röschen, mit dem ich geschlafen hab, –
es war matt, nun hab ich’s ins Wasser gestellt, es erholt sich.
Bettina von Arnim (1785-1859) aus: Die Günderode
Rosen begleiten die Menschheit schon seit Jahrhunderten. Sie zieren unsere Parks und Gärten, spenden Duft und Freude. Die hier ausgestellten Rosen, begleitet von einer passenden Staudenpflanzung wurden zum Teil schon im 16. Jahrhundert kultiviert und gepflegt. Gehen Sie auf eine kleine Erkundungstour der historischen Rosen!

67 Kontrast: Wechselflor und Nachhaltigkeit

Gärtnerei Ziereis GbR
Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema dieser Gartenschau. Sie steht nur in ordentlichem Kontrast zu Einjährigen Beeten. Nachdem diese Fläche der Obstwiese gegenüber liegt, die auch nach der Gartenschau erhalten bleibt, war die Idee schnell geboren, hier Ein- und Zweijährige mit Wildstauden zu kombinieren, Zwiebelpflanzen für Frühjahr und Herbst zu verwenden, und nur die Lücken des ersten Vegetationsjahres mit Einjährigen zu schließen. Eine Fläche, die sich nach der Gartenschau entwickeln darf, mit einem Bruch, der sich nur noch als Linie durch die Fläche zieht, und bereits stark in die Umgebung streut. Integration nimmt hier ihren Anfang.

68 Das Paar

KÜNSTLER freihand.j Georg Brinkies
Eine oder Einen allein gibt es nicht.
Wir sind nicht die „Unteilbaren“, die Individuen.
Wir leben im Dual. Wir werden erschaffen, genauso wie wir erschaffen.
Wir sind Resonanzen. Wir rufen und wir werden im Rufen gerufen.
Wir, die abhängig vom Anderen sind, machen das Andere abhängig von uns.
Unsere erste Heimat ist die Poesie.

69 Apfelbaumwiese

In Mitten umgebender Feldstrukturen bettet sich die Apfelbaumwiese, bestehend aus verschiedenen Apfelsorten in die Landschaft. Spielskulpturen in Form einer Doppelhelix, welche als DNA-Kette allem Lebendigen zugrunde liegt, legen sich wie heruntergefallene Äpfel auf die Wiese und bieten Kindern und Erwachsenen Möglichkeiten zum Rutschen, Klettern, Liegen und Entspannen. Die moveart layslide 2.4 Skulpturen haben aufgrund ihrer Form eine belebende und harmonisierende Wirkung für Menschen und Umgebung. Unbespielt wirken sie als ästhetisch gestaltete Skulpturen. Kinder sehen darin eine eigene kleine Welt voller Abenteuer zum Entdecken.
Für alle 39 Apfelbäume gibt es Paten, die damit ihre Verbundenheit für die Landesgartenschau Ingolstadt 2020 zum Ausdruck bringen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden zusätzlich außerhalb dieser Apfelbaumwiese weitere Bäume an Paten vergeben.

70 Industrie frisst Landwirtschaft

Gärtnerei Förth
Diese Thematik erfährt gerade an diesem speziellen Ort zwischen Güterverkehrszentrum und Westpark besondere Aktualität. Industrie, dargestellt in kreisförmigen Abschnitten, die mit viel Schwung daher kommt und sich in die geraden, strengen, monotonen Flächen der Landwirtschaft frisst. Immer mehr Landverbrauch für sich beansprucht, die Landwirtschaft fast verdrängt, und sogar aus den dafür vorgesehenen Flächen ausbricht. Spannend, das Ganze in Pflanzen umzusetzen. Aber wenn man die Anordnung eine Weile auf sich wirken lässt, versteht jeder Besucher das Anliegen des Planers. Die dunklen Farben des Bruchs sind hier mit der Industrie verschmolzen.

71 Der „Schulweg“

Schulen aus Ingolstadt und der Region
Kreatives Beteiligungsprojekt:
Unsere Landesgartenschau ist bunt und vielfältig. Unter dem Motto „Beteiligen und Mitgestalten“ wurden Schulen aufgerufen, mit kreativen Werken Teil des Schulweges zu werden. Stets lag dabei der Fokus darauf, aus nachhaltigen Materialien oder durch Upcycling Neues zu schaffen. Sie sind neugierig? Dann lassen Sie sich von dem Ideenreichtum unserer Schulen aus Ingolstadt und Umgebung inspirieren!

72 Kollektives Sonnenbaden

Was gibt es Schöneres, als im Sommer die Sonne zu genießen? Die wärmenden Sonnenstrahlen sorgen für gute Laune und versorgen uns mit Vitamin D. Die 24 Liegen auf dieser Rasenfläche sind im Raster der Sonne zugewandt. So blicken alle in die gleiche Richtung: der Sonne entgegen. Sie sollten aber trotzdem die Sonnencreme nicht vergessen. Und gemeinsam macht es gleich noch mehr Spaß, denn gemeinsam ist man weniger allein.
Sommer, Sonne, Sonnenschein – viel Vergnügen beim kollektiven Sonnenbaden auf der Landesgartenschau!

73 Zeit für Grün

Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten / Mit nachgeordneten Behörden
Was ist wirklich pflegeINTENSIV und pflegeLEICHT? Sie lieben Grün und haben einen Balkon, Garten oder wünschen sich eine grüne Oase? Manche wissen, wie viel Arbeit so ein kleines Paradies macht, andere schrecken vor dem Aufwand zurück. Wir räumen mit Missverständnissen auf und zeigen Ihnen, wie viel Sie für den Unterhalt Ihrer Grünflächen wirklich aufwenden müssen. Abgesehen von der Arbeit ist die Zeit, welche man ins Grün investiert, immer gut angelegt, denn Gartenarbeit stärkt Herz und Hirn, verbessert die Atmung, hebt die Stimmung, wirkt entschleunigend und verwurzelt mit dem Hier und Jetzt. Fakt ist: auch pflegeleichte Grundstücke brauchen ein Mindestmaß an Zuwendung. Durch eine professionelle Gestaltung und Pflege kann der notwendige Zeitaufwand aber optimiert werden. Begeben Sie sich auf eine „Zeitreise“ durch unseren Garten und erfahren Sie wie viel Aufmerksamkeit und Energie Ihr Garten braucht!

74 The Mirror Der Spiegel

Christine Perseis, Bildhauerei / Skulpturen
Die Umwelt, die Umgebung, wir, du, ich – wieder gespiegelt in einer blattförmigen Skulptur.
Der Leitgedanke dieser Skulptur ist die Selbstreflexion, die Eigeninitiative. Jeder kann in seiner Möglichkeit verändern, bewegen und einen Beitrag leisten – genau wie jede einzelne Wabe zum gesamten Kunstwerk beiträgt. Himmel, Erde, jede unserer Bewegungen wird darauf wieder gespiegelt und bringt uns dazu, den nächsten Schritt vielleicht etwas genauer zu überlegen – wenn wir hinschauen. Nachts wird die Plastik sanft vom ausschließlich eigens erzeugten Strom durch Solarmodule hinterleuchtet.
Symbolik & Formen sagen mehr aus als Worte, dennoch hier meine Gedanken zum Monument: Nachhaltigkeit, Waben, Bienen, Blatt, Natur, alternative Energien, autarker Strombetrieb, Zukunft, Nachdenken, Zeichen-setzen, Klarheit, Ruhe, Leichtigkeit, innehalten, verweilen – für einen Augenblick.
Dieses Kunstwerk bleibt dauerhaft im Landschaftspark bestehen.

75 Schanzer Hölzer

Stadt Ingolstadt / Forstamt und Gartenamt
Bäume und eine bunte Blumenwiese für viele Insekten prägen den Ingolstädter Beitrag „Schanzer Hölzer“. Ingolstadt, die Schanz, hat sich verpflichtet, in den nächsten drei Jahrzehnten eine Million Bäume zu pflanzen. So werden neue Waldflächen entstehen, um die Lebensqualität nachhaltig zu sichern und wertvolle Biotope für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Rund um unseren großen Spaten wurde daher eine Aufforstungsfläche mit einheimischen Bäumen und Sträuchern angelegt, direkt neben dem Baum des Jahres 2020, der Gewöhnlichen Robinie. In Zeiten des Klimawandels haben es traditionell verwendete Baumarten schwer, in den heißen und schadstoffbelasteten Innenstädten zu überleben. Daher werden in Ingolstadt zunehmend Bäume verwendet, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen. Einige dieser „Klimabäume“ wurden auch hier gepflanzt, wie die Blumen-Esche, die Hopfenbuche oder der Eisenholzbaum.

76 Zimmer frei

Bezirksverband Oberbayern für Gartenkultur & Landespflege e.V.
Gartenzimmer zum Entdecken und Erleben:
Hier präsentiert sich der Bezirksverband Oberbayern für Gartenkultur & Landespflege e.V. mit seinen Gartenbauvereinen. Im Pavillon und auf der Aktionsfläche, dem Vor-Zimmer, finden Aktionen rund um das Thema Garten statt. Der sich anschließende Lehrgarten gliedert sich in unterschiedliche Gartenzimmer auf. Im Nasch-Zimmer finden Sie eine große Bandbreite an Naschfrüchten. Das Obst-Zimmer bietet Einblick in Erziehungsformen für Obstgehölze. Mit Squarefootbeeten wartet das Kinder-Zimmer auf. Im Ess-Zimmer kommt die Bandbreite des Gemüses auf den Tisch. Ein Blumen-Zimmer mit Stauden bringt Farbe ins Beet. Steinfindlinge bieten Lebensraum für Heil- und Gewürzkräuter im Kräuter-Zimmer. Im Wohn-Zimmer ist es Zeit, der Natur beim Wachsen zuzuschauen. Das Element Wasser gibt dem Bade-Zimmer seinen Namen. Im Schlaf-Zimmer entspannt man sich im lichten Schatten des Birkenhains.

77 Harmonie

Gärtnerei Ziereis GbR
Wünschenswert ist, dass jeder Bruch, jede zunächst unüberwindbare Problematik sich irgendwann lösen kann. Diese Fläche hat die Bedeutung von Harmonie, alles fügt sich ineinander, fließt mit- und aneinander. Es finden sich beinahe alle Pflanzen aller Flächen hier wieder, selbst die Pflanzen aus den „Bruchflächen“. Sie fügen sich wunderbar in ein harmonisches Ganzes. Wichtig ist, zu zeigen, dass immer die Frage der Betrachtungsweise und die Art und Weise der An-und und Zuordnung entscheidend darüber ist, wie wir Dinge, Menschen und letztlich Situationen wahrnehmen können.

78 Gartenarbeit ganz ohne Barriere

Hollerhaus Ingolstadt
Der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. in Ingolstadt unterstützt Menschen mit Behinderung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und ein hohes Maß an persönlicher Lebensqualität zu erreichen. In unseren Wohnheimen und Förderstätten im Hollerhaus in Ingolstadt und auf dem Hollerhof in Münchsmünster sind gartenpädagogische Angebote ein wesentlicher Bestandteil der individuellen Förderung. Aus langjähriger Erfahrung wissen wir, dass der Umgang mit Erde und Pflanzen vielfältige Erfahrungen ermöglicht und das körperliche und seelische Wohlbefinden steigert.
Um Menschen mit körperlicher Einschränkung die gärtnerische Arbeit zu ermöglichen, hat sich unter anderem der Einsatz von Hochbeeten bewährt. Für die Landesgartenschau wurden die Hochbeete aus Lärchenholz von der Manufaktur Stiftung Sankt Johannes in Schweinspoint gebaut und von unseren Hollerhaus Klienten mit Heilkräutern bepflanzt. Während der Gartenschau übernehmen diese auch die Pflege der Hochbeete.

79 „I LOVE YOU“ Hand

Gehörlosenverein Ingolstadt und Umgebung mit Sportabteilung e.V.
Die Hand zeigt eine Kombination der Buchstaben I, L & Y des Fingeralphabets. Dieses Handzeichen stammt ursprünglich aus er ASL (American Sign Language) und steht für I Love You. Durch die in den Social Media gebräuchlichen Emoticons ist die ILY-Hand auch in der deutschen Gehörlosenkultur und weit darüber hinaus bekannt geworden. Neben der eigentlichen Bedeutung steht ILY auch für positive Zustimmung, Solidarität oder wird als Begrüßung verwendet.
Der Gehörlosenverein Ingolstadt, GVIUS e.V. heißt mit seinem Beitrag alle Besucher der Landesgartenschau herzlich willkommen und freut sich über mehr Interessa an der Gebärdensprache und Gehörlosenkultur.
Die Skulptur besteht aus Cortenstahl und wurde vom Entwurf bis zur Ausführung komplett in der Region gefertigt.

80 Spielhügel: Spielen für Alle

Im Norden des Geländes bildet die Landmark in Form von zwei mit einem Fußgängersteg verbundenen Hügeln einen topographischen und gleichzeitig gestalterischen Höhepunkt. Herausragend aus den Flächen, die zwischen der Großarchitektur von Industrie und Verkehr eingebettet sind, gibt der Hochpunkt den Überblick zurück.
Auf dem Spielhügel können Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam toben. Seile zum Hangeln, ein großes Trampolin und eine hügelig angelegter Spielbereich mit federndem Bodenbelag versprechen für alle, mit und ohne Rollstuhl, großen Spielspaß. Der Spielplatz ist durch Spielgeräte wie ein Guckrohr, klingenden Zimbelbäumen oder Trichtertelefonen mit allen Sinnen erfahrbar.

81 Nachhaltigkeitsparcours

Technische Hochschule Ingolstadt – Mensch in Bewegung | Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt – Mensch in Bewegung
Der Nachhaltigkeitsparcours ist ein außerschulischer Lernort im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit dem Ziel, Kindern und Erwachsenen das Thema Nachhaltigkeit auf spielerische Weise näher zu bringen. Der Parcours widmet sich der Integration von Nachhaltigkeit in den Alltag und soll die Bevölkerung für dieses Thema sensi¬bilisieren. An neun Stationen haben die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, sich aktiv mit den Themen Nachhaltigkeit, Mobilität, Energie, virtuelles Wasser, Ernährung, Abfall, soziales Miteinander und fairem Handel auseinanderzusetzen. Dabei können sie ihr persönliches Verhalten reflektieren. Der Fokus der Inhalte liegt auf Handlungsempfehlungen unter dem Motto „Nachhaltig handeln kann so einfach sein!“.
Der Lehrpfad entstand in Zusammenarbeit von „Mensch in Bewegung“ und dem Institut für angewandte Nachhaltigkeit (inas). „Mensch in Bewegung“ ist ein gemeinsames Wissenstransferprojekt der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU).

81.1 Litter Traps

Audi Stiftung für Umwelt GmbH
Gemeinsam gegen die Verschmutzung der Meere!
Die Audi Stiftung für Umwelt engagiert sich gemeinsam mit Clear Rivers für eine Lösung dieses Problems. Dabei setzt die Initiative nah an der Ursache an. Sie entwickelt dazu spezielle Auffangbecken aus recyceltem Kunststoff und installiert diese in Flüssen und Häfen. So wird verhindert, dass Plastikmüll ins Meer gelangt. Eine erste gemeinsame sog. „Litter Trap“, die diesen Müll sammelt, wurde im März 2019 im Charleroi Kanal in Brüssel installiert. Der gesammelte Müll wird ordnungsgemäß recycelt oder zu neuen Produkten verarbeitet, die ein zentrales Element zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung spielen. So wie zum Beispiel diese aus Müll und mittels innovativem 3D-Druck hergestellte Bank.
Auf Müll sitzen? Ja sehr gerne!

Stadtlabor

Das Stadtlabor besticht durch sein urban, lässiges Flair: Möbel aus Sperrmüll, umgebaute Hochseecontainer, eine Mal- und Graffitiwand zum kreativen Ausleben sowie Foodtrucks mit einem vielfältigen kulinarischen Angebot bilden den Rahmen des Stadtlabors.
Die wechselnden Beiträge im OpenSpace Container sensibilisieren für ein nachhaltiges Alltagsleben.
Zukunftsweisende Ausstellungsthemen wie regenerative Energien, nachhaltige Stadtentwicklung, Urban Farming und Artenschutz regen zum Nachdenken und Handeln an.
In den Verkaufsständen werden nachhaltige und handgemachte Produkte aus der Region angeboten.
Am „Jungen Freitag“ sorgen bunt gemischte Acts von regionalen und überregional bekannten Bands, Poetry Slams, DJ-Nights, Powerpoint-Karaoke oder eine Silent Disco auf der RADIO GALAXY Bühne für Abwechslung und bringen Partystimmung ins Stadtlabor.

Garten als Kraftort

Der Garten als Kraftort – ein Ort der religiösen Begegnung.
In den 9 Beeten des Schöpfungsgartens greifen die christlichen Kirchen das Thema Schöpfung immer wieder neu auf.
Der Friedhof der Zukunft gliedert sich in einen naturnahen und architektonischen Bereich. In diesem werden Grabgestaltungen, alternative Bestattungsformen und Upcycling thematisiert. Die Steinmetze aus und um Ingolstadt zeigen klassische als auch neu interpretierte Grabsteingestaltungen, die von harmonischen Bepflanzungen umrahmt werden.
Entspannungsliegen und die große Sitz- und Spielskulptur moveart climbside 8.0 laden Groß und Klein zum Verweilen und Gedenken ein.

Vermeiden Sie jede Art von Schattenbildung!

Thomas Neumaier
Mit dem Betreten des Parks betreten wir ein Ordnungssystem. Die Ordnung legt der Betreiber des Parks fest. Sie umfasst auch die Pflanzen und ihre Auswahl. Für den Menschen unbrauchbare Pflanzen sollen den Park verlassen. Das tun sie natürlich nicht freiwillig, sondern durch die Hand des Gärtners. Wir reden von unseren Parkanlagen als seien sie Natur. Sie sind aber das Resultat unserer Eingriffe in die Natur. Wir wollen ja gar keine wuchernde, sich ständig verändernde Natur. Wir wollen einen bestimmten Zustand der Natur, eine bestimmte Landschaft einfrieren Die Herrschaft über den urbanen Raum entscheidet über das Leben in einer Stadt. Mit seiner Kunst greift Thomas Neumaier in dieses städtische Gefüge ein. Zum Beispiel indem er Schilder im öffentlichen Raum durch absurde Umdeutungen neu interpretiert. Spielerisch werden so in der Kunst Thomas Neumaiers die Systeme unseres Zusammenlebens überprüft und auf die Probe gestellt.

Wunschbaum

Stadtteiltreff Piusviertel | Jugendmigrationsdienst im Quartier | Kath. Pfarrei St. Pius | Ev. Kirchengemeinde St. Matthäus | Kirchengemeinde St. Johannes | Christoph-Kolumbus-Grundschule
Das Pius-Viertel in Ingolstadt ist ein besonderes Viertel mit vielen interessanten Bewohnern. Das Projekt „Wir sind Pius!“ versucht, die Wünsche und Visionen der Bewohner und damit die Identität des Quartiers zu greifen. Teile auch Du Deine Wünsche mit, schreibe sie auf die Karte und hänge sie an den Wunschbaum, damit sie in Erfüllung gehen können.